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Labortätigkeit

Futtermitteluntersuchungen

Mit Erlass vom 17. Juli 2003 sind die Staatlichen Veterinäruntersuchungsämter in NRW mit der Durchführung der amtlichen Futtermitteluntersuchungen beauftragt worden. Damit hat das zuständige Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) konsequent die VO (EG) 178/2002 umgesetzt, die für die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit gleiche Grundsätze festlegt.
Die amtlichen Futtermittelproben sind zum größten Teil (90 %) Bestandteil eines Kontrollplans („Nationales Kontrollprogramm Futtermittelsicherheit“), mit dem v.a. die Herstellung und der Handel von Futtermitteln, aber auch deren Einsatz beim Tierhalter überwacht werden sollen. Landesweit werden im Rahmen des Kontrollplans jährlich ca. 3500 Proben untersucht, die vom Landesamt für Ernährungswirtschaft und Jagd (LEJ) und von den Kreisordnungsbehörden unter Berücksichtigung risikoorientierter Vorgaben entnommen werden. Eine Probe wird immer auf mehrere Parameter untersucht, so dass in NRW insgesamt ca. 20.000 Analysen durchgeführt werden.
Um ein qualitativ hochwertiges, möglichst breites Untersuchungsspektrum zu leisten, haben die vier Staatlichen Untersuchungsämter Analysenschwerpunkte gebildet. Im Rahmen dieser Schwerpunktbildung wird im CVUA-OWL auf Zusatzstoffe (Leistungsförderer, Kokzidiostatika, Vitamine, Farbstoffe), unerwünschte Stoffe (Fluorid), unzulässige Stoffe (Nitrofurane, Nitroimidazole) sowie auf Verschleppungen von Tierarzneimitteln (Tetracycline, Benzimidazole, Chinolone) untersucht. Des Weiteren wird der Zusatz gentechnisch veränderter Zusätze sowie der mikrobiologische Status von Futtermitteln überprüft.
Insbesondere für die verbraucherschutzrelevanten Untersuchungen kommt modernste Analysentechnik, wie z.B. LC/MSMS zum Einsatz. Damit ist es möglich, mit hoher Spezifität und Empfindlichkeit unerwünschte und unzulässige Stoffe nachzuweisen (Labortätigkeit).