
Die chemische Analyse gibt Aufschluss über die stoffliche Zusammensetzung
der im CVUA-OWL untersuchten Lebensmittel. Hierbei werden die Produkte in
ihre Grundbausteine Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß und Wasser zerlegt und
deren Anteile mengenmäßig erfasst. Bei Fleischerzeugnissen und
speziell beim Eiweiß gibt es beispielsweise große Unterschiede
in der Wertigkeit, da die eingesetzten Rohmaterialien aus schierem Muskelfleisch
oder aus minderwertigem, sehnigem Material bestehen können. Deshalb wird
beim Fleischeiweiß der Anteil, der aus schierem Muskelfleisch und derjenige,
der aus weniger wertvollem Bindegewebe besteht, gesondert ermittelt.
Falls erforderlich, werden zusätzliche Bestandteile wie Stärke (z.B.
Frikadellen), Milcheiweiß und Ballaststoffe bestimmt.
Neben Fleisch- und Wurstwaren werden auch andere Lebensmittel tierischer Herkunft,
wie beispielsweise Milch und Milcherzeugnisse, auf ihre chemische Zusammensetzung
untersucht (z.B. Überprüfung der Fettgehaltsstufen beim Käse).
Über die Grundanalyse hinaus untersucht das CVUA-OWL auf eine Reihe
weiterer Inhaltsstoffe und Zutaten sowie auf Indikatorsubstanzen, die Hinweise
auf Produktion und Lagerung (Frischezustand) geben.
Beispiele:
Zusatzstoffe sind Stoffe, die den Lebensmitteln absichtlich zugesetzt werden,
um deren Beschaffenheit zu beeinflussen oder bestimmte Eigenschaften und Wirkungen
zu erzielen. Die Zusatzstoffe sind nach ihrem Verwendungszweck in Klassen
eingeteilt, wobei viele Zusatzstoffe mehreren Klassen zugeordnet werden können,
da sie vielfältige wirken können. Wir untersuchen u.a. auf folgende
Zusatzstoffe:
Es handelt sich hierbei um keine abschließende Aufzählung, die Untersuchungsinhalte werden ständig den Erfordernissen angepasst.
Die chemische Zusammensetzung der untersuchten Lebensmittel sowie die Art und Menge von Zusatzstoffen u. ä. sind in Rechtsvorschriften, Leitsätzen und Richtlinien festgelegt. Die Bewertung der Analysenergebnisse durch die Sachverständigen des CVUA-OWL richtet sich nach den dort festgeschriebenen Kriterien.