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Transmissible Spongiforme Enzephalopathie

Ganglienzellvakuolen bei TSE
Histologischer Gehirnbefund

Die Bezeichnung transmissible spongiforme Enzephalopathie bedeutet "übertragbare schwammartige Gehirnerkrankung". Der Name leitet sich vom histologischen Aussehen des betroffenen Gehirns her. Durch auffällige starke Veränderungen der Nervenzellen sowie Nervenzelldegenerationen kommt es zur Vakuolisierung von Nervenzellen  vor allem im Hirnstammbereich, die ein schwammartiges Aussehen des Gewebes am histologischen Schnitt hervorrufen. Typisch sind auch die massiven Ablagerungen von Proteinen, häufig in Form von Fibrillen.

Zur Krankheitsentstehung

Zur Natur dieses sehr stabilen Erregers existieren mehrere Theorien. Die derzeit favorisierte Theorie geht von der Konformitätsänderung eines körpereigenen Proteins aus.

Betroffene Tiere

Außer Rindern sind auch andere Tiere von transmissiblen spongiformen Enzephalopathien betroffen wie z.B. Schafe, Ziegen, Hirsche, Nerze, Katzen und Zootiere. 

Nachweisverfahren

  1. Histologie und Immunhistochemie
    Die typisch symmetrisch angeordneten Nervenzellveränderungen lassen sich durch die mikroskopische Untersuchung von Hirngewebe nachweisen (Histologie). Das Gewebe muß jedoch mehrere Tage bis zu 2 Wochen in Formalin fixiert (=verfestigt und stabilisiert) werden. Das PrPres kann durch Verwendung eines spezifischen Antikörpers in Verbindung mit einem enzymaktivierten Farbstoff rotbraun angefärbt und sichtbar gemacht werden (Immunhistochemie). Die Auswertung dieser Verfahren bleibt einem erfahrenen Pathologen (=Facharzt oder Fachtierarzt) vorbehalten.
  2. Sogenannte Schnelltests
    Derzeit sind vier Schnelltestverfahren auf dem Markt, die auf dem Nachweis des PrPres aus dem Hirnstammgewebe am toten Tier beruhen.
    Bei allen Verfahren wird zunächst eine geringe Menge Hirngewebe mit Hilfe eines Enzyms verdaut. Vorhandenes normales PrP wird dabei vollständig abgebaut, das PrPres jedoch nicht. Dieser nicht abbaubare Teil des PrPres wird mit Hilfe spezifischer Antikörper nachgewiesen und in unterschiedlicher Weise sichtbar gemacht.

Wie wird hier untersucht?

Im CVUA-OWL sind die Histologie, Immunhistochemie und zwei der zugelassenen Schnelltests etabliert. Eine Zusammenfassung unserer Untersuchungen sehen Sie hier