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Larva migrans

Als Larva migrans visceralis  werden  Spulwurmlarven von Hund und Katze  bezeichnet,

die beim Menschen, als falschem Wirt, nicht  geschlechtsreif  werden, sondern  im Körper

umherwandern und in unterschiedlicher Größe (1mm - 5 cm) in verschiedenen Organen wie Gehirn, Auge,  Herz, Lunge, Leber, Muskel etc. auftreten. Die Schwere der Krankheitssymptome hängt vom jeweils befallenen Organ wie auch von der Zahl  der wanderenden Larven ab.  So wurden  Funktionsstörungen von Darm, Leber und Lunge, Augenschäden bis zur Blindheit sowie Todesfälle infolge eines Befalls des Gehirns oder des Herzmuskels beschrieben.  Die Infektion des Menschen erfolgt durch orale Aufnahme  von larvenhaltigen Spulwurmeiern, die Hunde und Katzen mit dem Kot in die Außenwelt ausgeschieden haben. Häufiger als Erwachsene haben Kinder unter  Larva migrans visceralis zu leiden, weil sie eher  einmal mit den aus dem Kot infizierter Hunde oder Katzen stammenden Wurmeiern z.B in Sandkästen in Kontakt  kommen. Wie beim Menschen führen Spulwurmlarven von Hund und Katze auch bei verschieden Tierarten, insbesondere Schweinen zu Organschäden, die gesundheitlich und wirtschaftlich von erheblicher  Bedeutung  sind.  Der Spulwurbefall  bei Hund und Katze wird  durch  Kotuntersuchung ermittelt.  Bei Menschen  kann  die Feststellung der Infektion mit von Tieren stammenden Parasitenstadien ausschließlich durch klinische und immunologische Blutuntersuchung, ergänzt durch bildgebende Nachweisverfahren, erbracht werden. Die Feststellung einer Wurminfektion macht eine gezielte Behandlung mit Wurmmitteln "Antihelmintika" notwendig.


Frische Eier des Hundespulwurmes "Toxocara canis"  aus dem Kot eines Hundewelpen. Größe 75-90 µm.
Frisches Spulwurmei des Hundespulwurmes "Toxocara canis" aus dem Sand eines  Spielplatzes. 90 µm groß

Spulwurmei mit Larve des Hundespulwurmes  "Toxocara canis" aus dem Sand eines Spielplatzes. Größe 90 µm.