eine Ebene zurückzurück

Kryptosporidiose

wird verursacht durch "Cryptosporidium parvum", einem weltweit vorkommenden

einzelligen Parasit aus der Kokzidiengruppe, der  sowohl bei Tieren als auch bei Menschen

akute  Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritiden) hervorrufen kann. Es kommt zu einem kurzzeitigen wässrigen Durchfall. Asymptomatische "latente" Infektionen sind  jedoch häufig. Bei Patienten mit Immunschwäche (z.B. AIDS) kann es zu langanhaltendem oder intermittierendem Durchfall kommen. Das Reservoir sind Kälber und andere Nutz- und Haustiere. Infizierte Menschen oder Tiere scheiden mit dem Stuhl Oozysten aus, die  entweder über direkten Kontakt  oder indirekt über Staub, kontaminierte Lebensmittel oder kontaminiertes  Trinkwasser übertragen werden. Die Meldepflicht für Kryptosporidiose wurde mit dem Infektionsschutzgesetz "IFSG" im Jahre 2001 neu eingeführt. Im Stuhl oder im Kot  lassen sich die Oozysten bei vorhandener Erfahrung mit einfacher Suchmethode  mit Karbolfuchsin-Hintergrundfärbung nachweisen. Zur Therapie bei Menschen wurden in einigen Fällen  Spiramycin und Azithromycin  eingesetzt. Als Therapeutikum für Kälber ist  nur Halofuginon  in der EU zugelassen (0,6 mg /Kg Kgw. tägl. oral über 7 Tage).

Durchfallkot vom verendeten Kalb. 4 Cryptosporidium-Oozysten, 5x4,5 µm groß, lichtbrechend im Kotabstrich mit Karbolfuchsin-Hintergrundfärbung (Aufnahme mit 630x  Vergrößerung).

Durchfallkot vom verendeten Kalb.4 Cryptosporidium-Oozysten, 5x4,5 µm groß, lichtbrechend im Kotabstrich mit Karbolfuchsin-Hintergrundfärbung (Aufnahme mit 400x  Vergrößerung).

Histologischer Dünndarmschnitt  vom verendeten Kalb (HE-Färbung). Viele Cryptosprodium-Oozysten auf der Oberfläche des Kryptenepithels (Aufnahme mit 630x Vergrößerung)

Histologischer Dünndarmschnitt  vom verendeten Kalb (HE-Färbung). Massenhaft Cryptosprodium-Oozysten auf der Oberfläche des Kryptenepithels ( Aufnahme mit 630x Vergrößerung).

Kreislauf vom Cryptosporidium sp. , nach  Rommel u.a. 2000.