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Bandwurmbefall bei Menschen "Taeniasis"

Der Rinderbandwurm "Taenia saginata" und der Schweinebandwurm "Taenia solium"

gehören weltweit zu den häufigsten Bandwürmern des Menschen; sie siedeln sich

im Dünndarm an. Sie erreichen eine Länge von 6-10 m bzw. 4-6 m. Die Larve der ersten Art entwickelt sich im Rind zur sog. Rinderfinne oder "Cysticercus bovis", die der zweiten Art zur sog. Schweinefinne oder "Cysticercus cellulosae". Bei Taenia solium besitzt der Kopf 4 Saugnäpfe und einen Hakenkranz, bei Taenia saginata nur 4 Saugnäpfe. Ohne gezielte Behandlung können beide Arten im Menschen 20-30 Jahre alt werden. Bei Menschen erfolgt die Infektion durch den Verzehr  von rohem oder halbgarem Rind- bzw. Schweinefleisch. Die spontan abgehenden gelb-weißen bis 12 mm langen und bis 6 mm breiten Einzelgliedern oder Gliederketten, werden meist von den infizierten Personen selbst im Stuhl entdeckt. Systematische Fleischbeschau hat den Bandwurmbefall beim Menschen wesentlich zurückgedrängt.

 

 

 

Kaumuskel vom Kalb. Eine fertile Rinderfinne "Cysticercus bovis".

Herzmuskel vom Kalb. Mehrere z. T.  fertile Rinderfinnen "Cysticercus bovis".  Durchmesser ca. 5  mm.

Kaumuskel vom Kalb. Eine fertile Rinderfinne "Cysticercus bovis" im histologischer Schnitt, starke Abgrenzungsreaktion .              Naturgröße 2,5 mm.

Kreislauf des Rinderbandwurmes "Taenia saginata" und des Schweinebandwurmes "Taenia solium". Nach Piekarski  1973.