Hinweise für Einsender Untersuchungsgebühren

Hautpilz Microsporum canis.
Pilze sind einzellige Lebewesen (Mikroorganismen). Sie gehören zu den Eukaryonten, besitzen also eine Kernmembran. Wie die Pflanzen haben sie eine starre Zellwand, weisen aber kein Chlorophy auf. Gegen Antibiotika sind sie resistent.
Pilzzellen haben eine Größe von ca. 2-10 µm und sind mit dem Lichtmikroskop zu erkennen.
Näheres zum Untersuchungsspektrum.
Die Filamente werden Hyphen genannt, ein Geflecht aus Hyphen heißt
Mycel.
Solche Schimmelpilzmycele kann man mit bloßem Auge auf verdorbenen Lebensmitteln
(z.B. Marmelade, Milchprodukten oder Obst) erkennen.
Einige Pilze bilden besondere große Fruchtkörper, die bei einigen
Arten essbaren "Hutpilze".
Einige Arten können sowohl in der Hefe- als auch in der Mycelform
vorkommen. Man bezeichnet sie dann als "dimorphe Pilze".
Aus der riesigen Vielfalt von Pilzen sind nur einige wenige Krankheitserreger
bei Mensch und Tier. Weitere Arten können als fakultativ pathogene Pilze
bei immun- geschädigten Individuen krankhafte Veränderungen hervorrufen.
Andere Pilze sind in der Lage, Toxine zu bilden, die in Lebensmittel nach
Verzehr Vergiftungen hervorrufen können.
Im SVUA DT werden Proben auf Pilze und Hefen untersucht, die als Krankheitserreger
für Tier oder/und Mensch in Frage kommen.
Im Wesentlichen sind dies in unserer Region bei den Hefen einige Candida-
und Cryptococcus- Arten und bei den Schimmelpilzen die pathogenen Hautpilze
(aus den Gattungen Trichophyton und Microsporum), einige Erreger von Systemmykosen
(z.B. Aspergillus) und eine größere Zahl von fakultativ pathogenen
Hautpilzen (z.B. aus den Gattungen Scopulariopsis, Paecilomyces, Sporothrix,
Acremonium...)
Die Pilze leben auf und von Substanzen der obersten Hautschichten. Sie können
in lebendes Gewebe eindringen.
Meist in den Tropen vorkommende lokale, traumatische Infektion mit meist chronischem Verlauf und Bildung von subkutanen Granulomen und Zysten.
Pilze werden auf unterschiedlichen Nährmedien bei verschiedenen
Temperaturen angezüchtet.
Aufgrund morphologischer Merkmale, wie Sporen, Fruchtkörper, Hyphenformen
im mikroskopischen Präparat und charakteristischen Stoffwechselmerkmalen
erfolgt die Differenzierung.
Da Pilze vergleichsweise langsam wachsen (besonders Hautpilze) und die für die Differenzierung wichtigen Fruchtkörper und Sporen erst nach längerer Zeit (evtl Subkultvierung und Mikrokultur) gebildet werden, kann ein Befund nicht selten erst nach mehreren Wochen erstellt werden.